Yoga & Ätherische Öle

Autor*in:Lynn Buschmeyer, IFY Teacher Training Hamburg 18/19
Kommentar:Alle abgebildeten Abschluss- und Hausarbeiten im Spiritainment sind, wie auch diese, im Rahmen von Inner Flow Yoga Ausbildungen entstanden. Sie sind weiter geistiges Eigentum der Autor*innen und werden mit deren freundlicher Genehmigung hier veröffentlicht.

I. Einleitung

Einatmen. Ausatmen. Jede Zelle unseres Körpers braucht Sauerstoff um zu arbeiten und um zu funktionieren. Eine tiefe und gleichmäßige Atmung unterstützt diesen Prozess optimal. Gerade im Yoga sind wir sehr vertraut mit den verschiedenen Atemtechniken und praktizieren (idealerweise) euphorisch Pranayama. Energieblockaden können dadurch gelöst werden und das Nervensystem wird beruhigt bzw. ausgeglichen.

Um den Effekt von Yoga auf Körper, Geist und Seele zu erhöhen, nutzen viele Yogis neben Palo Santo und Salbei auch sehr gerne ätherische Öle. Doch warum? Die Gründe sind sehr ähnlich: Düfte entspannen, Düfte inspirieren, angeblich heilen sie.  Sie machen glücklich, steigern unsere Lust und steuern sogar unser vegetatives Nervensystem an. Schon in der Antike wurden sie zur Heilung und als Teil sakraler Rituale eingesetzt.

Unser Geruchssinn spielt also eine große Rolle, ob wir uns wohlfühlen und ist eng verknüpft mit unseren Emotionen. Durch das bewusste Einatmen von ätherischen Ölen gelingt es uns noch besser auf Emotionen einzuwirken, wodurch die Benutzung von ätherischen Düften zu einem faszinierenden Hilfsmittel wird. Aber auch auf körperlicher Ebene unterstützen ätherische Öle unsere Gesundheit und verhelfen uns zu mehr Wohlbefinden.

In der Yogaszene boomt derzeit das Thema rund um diese wunderbar duftenden Öle. Diese Hausarbeit soll einen kleinen Überblick in die Welt der ätherischen Öle geben und vor allem auch dazu inspirieren sie zu nutzen und in die wohlige Welt der Pflanzenpower einzutauchen.

II. Was sind ätherische Öle

Das Äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte ihrer Wirklichkeit.

Johann W. von Goethe

Das Wort „ätherisch“ bedeutet in seiner ursprünglichen Bedeutung „Weite des Himmels“ und lässt so schon auf einige Charakteristika der ätherischen Öle schließen: sie sind flüchtig, verdunsten schnell und steigen bildlich himmelwärts. Naturreine ätherische Öle konzentrieren in sich die Kräfte der Sonne, des Lichts und der Natur und werden auch gerne als das flüssige Gold der Pflanzen bezeichnet.

Ätherische Öle sind natürliche, von Pflanzen erzeugte Substanzen, die in der Regel durch Wasserdampfdestillation aus Blüten, Rinde, Wurzeln oder Blättern der Pflanzen hergestellt werden. Je nachdem, welcher Teil der Pflanze die meisten Duft-, Aroma- und Inhaltsstoffe enthält. Bei Zitrusfrüchten beispielsweise werden sie durch Kaltpressung gewonnen.

Zur Gewinnung von nur ein paar Tropfen ätherischen Öls werden große Mengen an Pflanzenmaterial benötigt, So werden für die Herstellung von 1 Gramm (ca. 25 Tropfen) Lavendelöl 120 – 140 g Lavendelblüten benötigt; für dieselbe Menge Rosenöl bis zu 5 kg Rosenblüten und für 1 Gramm Melissenöl sogar 7 kg Melissenkraut.[5] An diesem Beispiel sieht man, dass sehr günstiges Öl qualitativ nicht besonders wertvoll sein kann. Daher ist es wichtig zu schauen, dass man 100% naturreine Öle auswählt.

III. Wie fördern ätherische Öle das Wohlbefinden

  • Geist: ätherische Öle fördern Entspannung, beruhigen Spannungen und die Nerven; erhöhen positive Gefühle und fördern Stressabbau.
  • Immunsystem: sie fördern die gesunde Immunfunktion; Schutz vor umwelt- und jahreszeitlichen Einflüssen.
  • Herzkreislauffunktion: fördern den gesunden Kreislauf und die gesunde Funktion der Atemwege.
  • Verdauungsorgane: fördern eine gesunde Verdauung und einen gesunden Stoffwechsel, reduzieren gelegentliche Magenverstimmungen.
  • Körperliche Betätigung: fördern die Muskel- und Gelenkfunktion, Energie und Ausdauer.
  • Körpersysteme: ätherische Öle liefern Antioxidantien und entschlacken die Körpersysteme.

IV. Emotionale Wirkung von ätherischen Ölen

Ätherische Öle enthalten pflanzliche Duftinformationen, die von den Sinneszellen in unserer Nase aufgenommen werden können. Diese Informationen gelangen über das limbische System an unser Gehirn und werden dort entsprechend weiterverarbeitet. Dieser Bereich des Hirns ist für die Regulation der Emotionen (unsere Gefühlswelt) zuständig und entscheidet über die jeweilige Wirkung der Düfte auf unser Wohlbefinden.

Inzwischen weiß man, dass es ganz bestimmte Bestandteile ätherischer Öle sind, die unsere Emotionen jeweils in eine spezifische Richtung lenken bzw. uns in ganz konkreten Gefühlslagen helfen können:

  • Düfte von Zitrusfrüchten sind sehr wirkungsvoll, wenn Du Dich entmutigt, bedrückt oder sogar verzweifelt fühlst. Diese Öle lösen ein sonniges, fröhliches Gefühl in uns aus, weil es an Sommer erinnert.
  • Die Düfte von Gewürzen helfen, wenn Du Dich gelangweilt, desinteressiert oder schwermütig fühlst.
  • Gerüche von Kräutern und Gräsern unterstützen bei Unzufriedenheit, Verbitterung und Wut.
  • Von Bäumen gewonnene ätherische Öle helfen bei Gefühlen wie Scham und Trauer. Sie geben Halt und Erdung, schenken Kraft und innere Stärke.
  • Düfte von Blüten werden Dir helfen, wenn Du Dich verletzt, besorgt oder furchtsam fühlst.
  • Die Gerüche verschiedener Arten von Minzen unterstützen Dich, wenn Du Dich unsicher, ängstlich oder apathisch fühlst.  

Die Anwendungsbereiche der verschiedenen Duftgruppen fließen hierbei ineinander über und man kann die Öle verschiedener Gruppen gut miteinander kombinieren um eine bestimmte Emotion auszugleichen.

Generell kann man zusammenfassen, dass Inhaltsstoffe die eine vorwiegend entspannte Wirkung haben, das Empfinden und die Phantasie fördern und die emotionale Gefühlswelt unterstützen. Inhaltsstoffe, die in ihrer Wirkung anregend sind fördern logisches Denken und Durchsetzungskraft und geben Gedanken Struktur und Klarheit. Außerdem lösen die Ängste und regen die rationale Gefühlswelt an.

Ätherische Öle wirken dort ausgleichend wo Ungleichheiten entstanden sind und fördern ganz indirekt unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

V. Körperliche Wirkung von ätherischen Ölen

Ätherische Öle regulieren die Stoffwechselvorgänge in den Pflanzen und schützen sie vor Krankheiten und Parasiten. Auch bei der Befruchtung spielen sie eine wichtige Rolle. Diese unterschiedlichen Funktionen der Duftsubstanzen stehen in engem Zusammenhang mit ihrer Heilwirkung auf den Menschen. So haben beispielsweise die antiseptischen Inhaltsstoffe des ätherischen Öls einer Pflanze, die diese vor Schädlingen und Krankheitserregern bewahrt, beim Menschen eine entsprechende Wirkung: sie stärken die Immunabwehr des Organismus und töten gefährliche Keime ab.

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen und besitzt Millionen von Nerven und kann entsprechend die ätherischen Stoffe über ihr Nervensystem an die darunter liegenden Organe weiterleiten. Sehr beliebt sind Aromamassagen, Wickel und Kompressen mit ätherischen Ölen. Die Selbstheilungskräfte des Menschen werden gestärkt und im Kampf gegen Krankheiten unterstützt. Besondere Vorsicht muss bei Schwangeren, Babys und Kleinkindern herrschen. Hier darf nicht jedes ätherische Öl verwendet werden.

Wenn man ätherische Öle auf die Haut auftragen möchte, ist es wichtig diese mit einem Trägeröl (z.B. Mandelöl) zu verdünnen um Hautirritationen zu vermeiden. Ätherische Öle können auf Haut und Organe etwa schmerzlindernd, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, hautpflegend, anregend, tonisierend, entspannend, entkrampfend, schleimlösend, verdauungsregulierendetc. wirken. Manche von ihnen steuern die Erneuerung von Körperzellen an, wie beispielsweise Lavendel, das bei kleinen Hautkratzern oder auch Narben wunderbar einzusetzen ist.

Viele ätherische Öle können durch ihre immunstimulierende Wirkung die körpereigene Abwehr stärken. Auch die teils stark antibakterielleundantivirale Wirkung von verschiedenen ätherischen Ölen kann bei vielerlei Infektionskrankheiten zur Infektionsbekämpfung eingesetzt werden.

Obacht wird geboten bei ätherische Öle von Zitrusfrüchten, Johanniskraut, Verbena und Angelikawurzel: sie erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut und dürfen nicht in der Sonne verwendet werden.

VI. Yoga und ätherische Öle

Wir verbinden viele positive (oder auch negative) Erlebnisse und Momente in unserem Leben mit Gerüchen, die Assoziationen können sehr vielfältig sein. Ich persönlich versuche aufmerksam zu beobachten wie die Yogaschüler auf verschiedene Düfte reagieren bzw. frage ich auch aktiv nach ob jemand empfindlich auf Gerüche reagiert.

Als Yogalehrer können wir mit Hilfe von ätherischen Ölen sehr leicht eine Wohlfühlatmosphäre und einen Wiedererkennungswert schaffen. Am einfachsten verteilt man dabei die Öle mit einem Diffusor (Kaltvernebler) im Raum, wodurch die Öle ganz passiv zum Einsatz kommen. Das Zerstäuben ätherischer Öle ist ebenfalls praktisch um die Luft von unangenehmen Gerüchen zu reinigen.

Möchte man die Öle etwas intensiver in einer Yogastunde einsetzen, können die Yogaschüler sich diese in den Händen verreiben und inhalieren. Naturreine Düfte unterstützen die Atmung: Der Atemfluss wird intensiviert, die Wahrnehmung wird geschärft, Konzentration und Ruhe werden vertieft. Unser Gehirn verknüpft nach einer Weile diesen ätherischen Duft mit dem Gefühl der Entspannung und des Loslassens aus der Yogastunde. Wenn wir dann im Alltag in den Genuss dieses ätherischen Dufts kommen, löst dies direkt wieder das entspannte Gefühl aus der Yogastunde in uns hervor und lässt uns ruhiger werden.

Man kann mit ätherischen Ölen auch die Wirkung verschiedener Asanas verstärken. Übergeordnet gibt es drei unterschiedliche Duftkategorien, die du für unterschiedliche Ziele in deiner Praxis nutzen kannst. Zitrusnoten energetisieren, florale Noten beruhigen und harzige, erdige Noten schenken uns Erdung. Durch das tiefe Einatmen während der Übung wird die Aufnahme der Düfte ins Nervensystem verstärkt, sie verbinden uns sogar mit einem höheren Bewusstsein und sind besonders bei Meditationen sehr wirksam.

Es gibt viele schöne Arten und Weisen wie wir ätherische Öle in den Yogastunden einsetzen können, wie zB. Aroma-Yogastunden, Meditationen mit einem bestimmten Öl passend zum Thema der Meditation, kleine Öl-Massagen im Savasana (wenn kein Corona herrscht), Yogamattenreiniger, Chakrareisen uvm. Im folgenden Kapitel möchte ich näher auf das Thema Chakren und ätherische Öle eingehen.

VII. Ätherische Öle und Chakren

Chakren sind Energiezentren und stehen wie auch ätherische Öle in Verbindung  mit den Elementen und stimulieren somit dieselben Qualitäten. Jedes Chakra steht in Verbindung  mit verschiedenen Themen. Wenn diese Themen nicht im Lot sind, können negative Emotionen oder auch körperliche Störungen auftreten. Um diese Blockaden zu lösen, können wir in unserer Yogapraxis unterstützend mit ätherischen Ölen arbeiten. Für jedes Chakra gibt es mehrere ätherische Öle, die mit dem jeweiligen Energiezentrum resonieren. Ich habe für jedes Chakra zwei ätherische Öle und ihre Funktion herausgearbeitet. Man kann das jeweilige Öl mit einem Trägeröl gemischt, direkt auf das jeweilige Chakra auftragen oder auch mit Hilfe eines Diffusors im Raum vernebeln.

1. Chakra: Wurzelchakra

Hauptthema: Sicherheit und Stabilität. Grundlage und Basis für unser Dasein und unsere Evolution als Seele in einem Körper. Brücke zur körperlichen Welt.

Blockaden: Immunschwäche, Energielosigkeit, Haut-, Knochen-, Skelettkrankheiten.

Patchoulie – Das Öl der Physikalität

Dieses in sich geschlossene Öl hat die Qualität des sich geborgen fühlen mit dir selbst und wirkt ausgleichend und erdend. Das wiederum erzeugt ein gutes Maß an Energie um Dinge voranzutreiben und in die Tat umzusetzen. Dieses Öl unterstützt dich dabei, deine Ziele zu erreichen und vor allem auch deine Ziele klarer zu sehen. Patchoulie hilft dir, das Gefühl von Ohnmächtigkeit und Niedergeschlagenheit zu überwinden.

Vetiver – Das Öl der Zentrierung und Herkunft

Dieses wertvolle Öl hat die Qualität, ein Gefühl der Erdung zu erzeugen. Das wiederum kultiviert Gefühle wie Stärke und eine gesunde Verbindung zwischen Körper und Geist. Besonders wenn man orientierungslos ist und sich schnell verrückt macht, ist Vetiver ein tolles Öl um sich zu erden und den richtigen Weg zu finden.

2. Chakra: Sakralchakra

Hauptthema: Lebenslust und Schaffenskraft, Emotionen, Kreativität und schöpferische Kraft, Sexualität.

Blockaden: Scham, Angst vor Sexualität und Sinnlichkeit, Schuld.

Wilde Orange – Das Öl der Fülle

Dieses Öl wird auch Öl der Fülle genannt. Es macht gute Laune, belebt und fördert die Kreativität. Wilde Orange unterstützt dich dabei, dich wieder mit deiner Spontaneität, Freude und dem Sinn für Humor zu verbinden. Es erinnert deine Seele daran, dass genug von allem da ist und dass es OK ist, zu geben ohne etwas dafür zurückzubekommen.

Vanille

Dieses süß riechende Öl ist sehr dickflüssig und beschreibt durch seine Konsistenz bereits seine wichtigsten Qualitäten. Die Anwendung dieses Öls hilft dir, emotionale Bindungen zu schließen und gibt dir das Gefühl, deinem Herzen zu folgen. Es entfacht  deine Leidenschaft, deine Sexualität und vor allem Berührung als eine Form der Kommunikation. Es unterstützt dich in der Heilung von emotionalen Konflikten und lässt dich uneigennützig handeln.

3. Chakra: Solarplexuschakra

Hauptthema: Glaubenssätze, Persönlichkeit, Unterbewusstsein, Willen

Blockaden: Angst vor Kritik und Versagen, Angst die Kontrolle zu verlieren

Zitrone – Das Öl des Fokus

Das ätherische Öl der Zitrone ist sehr stimulierend und hilft für mehr geistige Klarheit und Konzentration.  Besonders an Tagen an denen man hypersensibel und/oder leicht verbittert ist schenkt dieses Öl wieder mehr Freude und Leichtigkeit. Es steht für Energie, Selbstbewusstsein und Wachheit.

Kardamom – Das Öl der Objektivität

Dieses motivierende Öl stimuliert unsere Kreativität, verhilft uns zu mehr geistiger Offenheit und zeigt uns neue Perspektiven auf.  Es löst Verhaltensmuster auf, die uns unflexibel, verurteilend und gegensätzlich mache. Auf der emotionalen Ebene wirkt es ermutigend, energetisierend und erhebend.

4. Chakra: Herzchakra

Hauptthema: Liebe, Vertrauen, Hingabe, Schmerz, Vergebung, Karma

Blockaden: Angst, Liebe zu empfangen und genährt zu sein. Angst vor Verletzlichkeit, Herzschmerz, sich zu öffnen.

Majoran – Das Öl der Verbindung

Majoran steht für die Fähigkeit, anderen und sich selbst zu vertrauen und sich vor allem für bedeutungsvolle Beziehungen zu öffnen. Dieses ätherische Öl macht uns bewusst, dass Vertrauen die Basis für alle Beziehungen ist. Es macht das Herz weicher und heilt alte Wunden.

Neroli – Das Öl der Partnerschaft

Neroli ist ein stabiliserendes Öl, das besonders bei Herzschmerz sehr beruhigend wirkt. Seine Qualitäten liegen besonders darin, Individuen in langjährigen Partnerschaften daran zu erinnern, dass die sexuelle Vereinigung ein Schlüsselfaktor für eine glückliche Beziehung ist.

5. Chakra: Halschakra

Hauptthema: Ausdruck der Seele und Wahrheit, Kommunikation, Authentizität

Blockaden: Angst, sich auszudrücken. Angst vor Konfrontation. Angst vor Zurückweisung.

Römische Kamille – Das Öl der spirituellen Bestimmung

Das Öl der römischen Kamille bestärkt uns darin, unser Dharma (unsere wahre Bestimmung) zu entdecken und bedeutungslose Dinge abzulegen. Unsicherheiten bezüglich des eigenen spirituellen Weges werden beiseite geräumt und wir werden daran erinnert, das zu tun, wofür wir geboren wurden.

Spearmint – Das Öl der selbstbewussten Sprache

Spearmint inspiriert dazu, Gedanken deutlich und klar auszudrücken. Menschen, die Spearmint brauchen, verstecken womöglich ihre Gedanken, Meinungen und Ideen indem sie diese nicht zum Ausdruck bringen. Dieses ätherische Öl ermutigt uns, unsere eigene Meinung zu haben und sie auch auszudrücken. Besonders wenn man vor einer größeren Gruppe reden möchte, kann dieses Öl dazu beitragen, sich selbstbewusst zu äußern.

6. Chakra: Stirnchakra

Hauptthema: Seele, Geist, Intuition, Klarheit, göttliche Inspiration

Blockaden: Überbetonung des intellektuellen Verstandes. Unterdrücken von Emotionen und daher eine Flucht in den Verstand. Angst nach Innen zu schauen.

Weihrauch – Das Öl der Wahrhaftigkeit

Weihrauch (im englischen Frankincense) ist ein sehr kostbares Öl und wird auch als König der Öle bezeichnet. Es lädt dich dazu ein, negatives loszulassen und Dinge so zu sehen, wie sie sind. Weihrauch unterstützt den geistigen Frieden und bringt Körper und Geist in Einklang.

Lavendel – Das Öl der Ruhe & der Kommunikation

Als Allrounder hilft Lavendel dir dabei, ängstliche Gedanken ziehen zu lassen und deine eigene Wahrheit willkommen zu heißen. Es wirkt harmonisierend und lässt dich entspannter werden damit du deine Ängste loslassen kannst.

7. Chakra: Kronenchakra

Hauptthema: Verbindung des Menschlichen mit dem Göttlichen, Einheitsbewusstsein, Erleuchtung.

Blockaden: Abgeschnitten-Sein von höheren Aspekten, innere Isolation, nicht wissen wer man ist.

Limette – Das Öl der Lebensfreude

Dieses Öl unterstützt dich dabei, dich mit deiner Lebenskraft in Verbindung zu bringen und schenkt dir neue Energie. Es wirkt anregend und hilft uns, uns aus festgefahrenen Gedankenmustern zu lösen.

Myrrhe – Das Öl der Mutter Erde

Myrrhe ist auch als „biblisches Öl“ bekannt und unterstützt uns dabei, die Energien wieder nach Innen zu ziehen und das Vertrauen in uns zurückzugewinnen. Es schenkt dir ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

VIII. Zusammenfassung

Ich persönlich mag es sehr, ätherische Öle in der Yogapraxis zu nutzen. Sie unterstützen die Yogis nicht nur in den Asanas sondern ich bemerke auch regelmäßig wie sie meine Yogaschüler emotional berühren und sie schneller bei sich ankommen lassen.

Wem die Morgenroutine beispielsweise nicht so leicht fällt, der sollte mit seinem Lieblingsöl arbeiten und es zum Start der Yogapraxis nutzen. Körper und Geist wissen sofort, was nun folgt und sind direkt eingestimmt. Aber auch um abends nach der Arbeit abzuschalten und den Geist herunterzufahren, sind die Pflanzendüfte wahre Genies.

Als Einstieg in die Öl-Welt empfehle ich, sich erst einmal durchzuschnuppern und sich einige Öle anzuschaffen, die man intuitiv gerne riecht. Doch man darf die Pflanzenpower auch nicht unterschätzen und sollte sich immer ausreichend informieren bevor man sie nutzt (Zimt beispielsweise kann unverdünnt zu starken Hautirritationen führen). Da es sehr viele Menschen in der Yogawelt gibt, die sich mit ätherischen Ölen beschäftigen, ist es einfach in einen Austausch zu kommen und sich so wertvolle Tipps zu holen.

Als Yogapraktizierende wissen wir, wie wichtig die Gesundheit von Körper, Geist und Seele für unser Wohlbefinden ist. Ätherische Öle können immer eine gute Unterstützung sein um uns wieder mehr mit uns zu verbinden und ausgeglichener zu werden – auf der Yogamatte und auch im Alltag.


Quellenangaben

Aroma Tools, „Modern Essentials Handbook“

Covington, Candice: „Essential Oils in Spiritual Practice“

Enlighten Alternative Healing, „Emotions & Essential Oils“

https://www.primaveralife.com/faq/aromatherapie/was-bedeutet-aetherisch.html

https://www.paracelsus.de/magazin/ausgabe/201006/die-heilkraft-der-natur-fuer-ihr-wohlbefinden

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https://www.randomhouse.de/leseprobe/Heilende-Energie-der-aetherischen-OEle/leseprobe_9783424151947.pdf

Photo by Christin Hume on Unsplash