Happy Me

Autor*in:Nadyn Prigge, IFY Teacher Training Hamburg 2021
Kommentar:Alle abgebildeten Abschluss- und Hausarbeiten im Spiritainment sind, wie auch diese, im Rahmen von Inner Flow Ausbildungen entstanden. Sie sind weiter geistiges Eigentum der Autor*innen und werden mit deren freundlicher Genehmigung hier veröffentlicht.
Zwischen Selbstliebe und Digitalisierung

Expose

Selbstliebe, Selbstvertrauen und Achtsamkeit sind große Worte, die stark von der Außenwelt beeinflusst werden können. Durch Social Media fällt es uns schwer dauerhaft unseren Körper zu akzeptieren. Ständig wird uns gesagt, wie wir sein müssen um glücklich zu sein. Bleiben wir uns treu und schätzen unseren Körper und unsere Seele, dann werden wir ein zufriedeneres Leben führen.

Einleitung

Der Wecker klingelt und der erste Griff an diesem neuen unschuldigen Morgen geht zu unserem Handy und wenn wir es schon mal in der Hand haben, schauen wir doch gleich mal bei Facebook und Instagram rein. Schon beginnt die ganze Welt des Internets uns in seinen Bann zu ziehen: wieder eine neue Diät hier, wieder ein neuer „Superbody“ Instagram- Star dort, wieder 1000 Einflüsse, die wir unbewusst wahrnehmen und die sich fest in unserem Geist verankern.

Das Leben ist so schnelllebig geworden. Wir haben das Gefühl nicht mehr hinterher zu kommen. Es ist immer einen Schritt voraus. In jeder Minute in der wir Zeit für uns hätten, geht die Hand zum Handy, als ob wir gar nicht mehr mit uns allein sein wollen oder können, als ob wir gar nicht mehr wissen wie wir mit uns selbst umgehen können, als ob wir verlernt haben den Moment zu genießen.

Früher als ich ein Kind war, gab es keine Mobiltelefone und kein Internet. Es war sogar eine Seltenheit einen Festnetzanschluss zu haben. Wir mussten quer durch die Stadt gehen um zu fragen ob Freund x oder y gerade Zeit hat und wenn niemand da war, ist man umsonst dort gewesen. Doch das kam einem nicht schlimm vor, weil es normal und alltäglich war. Heute wäre es Zeitverschwendung. Jede Minute, die nicht exakt verplant und kalkuliert ist, kann nicht genutzt werden. Doch ist das wirklich so oder reden wir uns das nur ein? Warum nehmen wir uns nicht mehr Zeit für uns selbst? Warum lassen wir uns von anderen so beeinflussen und hören auf uns selbst zuzuhören? Damit muss Schluss sein! Wir können doch nicht – unser Selbst, dass was uns durch die Welt trägt so verletzen und ignorieren.

Wie schaffen wir den Weg wieder zurück zu mehr Achtsamkeit zu mehr Selbstliebe zu mehr Selbstbewusstsein? Wie schaffen wir die Balance zwischen dem digitalen Alltag und ME- time?

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist den Augenblick bewusst wahrzunehmen und den Moment wertungsfrei zu beobachten und einfach zu sein.

Wann haben wir uns zuletzt Zeit für uns selbst genommen?

Die Zeit rast nur so dahin und wir spüren gar nicht mehr richtig. Nehmen wir wirklich noch besondere Momente wahr oder sind wir mit dem Handy nur dabei das eine perfekte Bild zu schießen, um es sich dann nicht einmal mehr anzusehen. Wann genau war der Punkt an dem das Ganze geswitcht ist und wir unser gesamtes Leben digitalisiert haben?

Natürlich hat es auch Vorteile, dass vieles steuerbar ist und uns bei vielen alltägliche Dinge die Arbeit erleichtert oder sogar abgenommen wird. Doch es gibt immer eine positive und eine negative Seite. Das Gleichgewicht zu halten ist der Schlüssel und natürlich auch der Weg zu mehr Achtsamkeit und dem bewussten Erleben von Augenblicken oder Ereignissen, ohne diese zu medialisieren.

Selbstliebe

Selbstliebe ist sich selbst zu lieben wie der Begriff schon sagt doch es steckt viel mehr dahinter. Es ist die Annahme des eigenen Körpers. Diesen so zu akzeptieren wie er ist, mit all seinen Einzigartigkeiten und Special Effekts. Das macht uns doch erst zu dem Menschen, der wir sind.

Wie langweilig wäre es denn, wenn alle Menschen gleich aussehen würden, alle dieselbe Figur und Frisur hätten. Jeder von uns ist etwas Besonderes, auf seine ganz persönliche Art und Weise.

Wie viele Diäten kursieren in Zeitschriften und Büchern? Warum wollen uns alle immer weiß machen zu dick oder nicht gut genug zu sein. Wer definiert denn überhaupt das Ideal? Sind wir denn nicht gut genug, wenn wir uns wohl fühlen und glücklich sind? Ständig laufen im Fernsehen Magermodels über den Laufsteg. Ist das schön? Legen diese Mädchen fest was normal ist? Wieso beeinflusst es uns so sehr, dass wir an uns selbst zweifeln? Wir haben unser Selbstwertgefühl und unsere Selbsteinschätzung verloren und hinterfragen gar nicht mehr was die Medien uns einpflanzen.

Es ist Zeit das wir uns wieder in uns selbst verlieben, uns annehmen und Frieden mit uns schließen.

Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein meint sich seiner selbst bewusst zu sein. Zu wissen was wir in unserm Leben schon erreicht und geschafft haben. Loben wir uns, wenn wir etwas besonders gut gemacht haben oder wir ein erfolgreiches Geschäft abgeschlossen haben? Was haben wir im Leben schon an negativen oder positiven Erfahrungen gesammelt? Haben wir echte Freude oder Trauer erlebt? Was sind unsere Fähigkeiten und wo liegen unsere Schwächen? Diese Fragen können wir uns stellen, ohne dieses dann zu bewerten oder zu verurteilen.

Die Erfahrungen und Erkenntnisse in unserem Leben prägen jeden einzelnen von uns und lassen uns in verschiedenen Situationen differenziert reagieren. Wichtig ist eine Balance zu finden und auch schlechte Erfahrungen da sein lassen zu dürfen und sie raus zu lassen. Frau Herz schreibt es in ihrem Buch so: „Was sich nicht ausdrückt, drückt sich ein.“ (Frau Herz: „Von der Magie deine eigene Heldin zu sein“). Und in diesem kleinen Satz steckt so viel Wahrheit. Wir fressen regelrecht das Negative in uns rein. Wir machen Dinge mit uns selbst aus, anstatt den Gefühlen freien Lauf zu lassen und ihnen Raum zu geben. Verdrängung ist ein Schutzschild, welche schwer zu überwinden oder loszulassen ist, um die Gefühle einfach mal da sein zu lassen, ohne Urteil und ohne Scham.                                                                                                                       Wir denken es ist leichter sie tief in unser Inneres zu verbannen, als sie auszuhalten. Doch ist das wirklich so? Gerne nutzen wir auch Vergleiche um unsere Probleme weniger schlimm darzustellen: ‚Was sind meine Probleme gegenüber verhungernden Kindern in Afrika. ’ Natürlich ist es wichtig sich auch als Teil der Welt und des Ganzen zu sehen. Trotzdem müssen wir uns mit unseren Ängsten und Sorgen auseinandersetzen, sonst leben wir mit uns selbst nicht in Harmonie und schließlich werden sich Angst und Schmerz in körperliche Symptome umwandeln.

Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen wird in der heutigen Zeit sehr unterschätzt und viele Menschen machen sich klein und trauen sich nichts mehr zu. Ob im Privatleben oder im Beruf spielt keine Rolle. Es fehlt uns der Mut und manchmal auch ein wenig Risiko um einen neuen Schritt zu gehen und selbstbewusst aufzutreten. Wir brauchen neue Herausforderungen um uns weiterzuentwickeln.

Dankbarkeit

Wie dankbar sind wir für unseren Körper? Was für ein Wunder ist jedes einzelne Individuum? Wir atmen ca. 20.000 Atemzüge am Tag und unsere Haut erneuert sich komplett innerhalb nur eines Monats. Das ist faszinierend. Doch leider wissen die meisten dies nicht zu schätzen und gehen nicht besonders sorgsam mit dem eigenen Körper um. Warum ist uns unser eigener Körper so wenig wert? Warum kommen die meisten Menschen erst ins Handeln, wenn Probleme auftreten? Müsste es nicht genau umgekehrt sein? Müssten wir unsere einzigartige Hülle nicht von Anfang an gesund versorgen und schützen?

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist den Lebenswandel zu überdenken und zu versuchen vielleicht nur Kleinigkeiten im eigenen Leben zu ändern.

Unterstützen kann uns der Achtgliedrige Pfad des Patanjali, die er in seinen Yogasutras festgehalten hat:

  1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt

Die Yamas sind das Verhalten gegenüber anderen ob Mensch, Tier oder Pflanze. Diese unterteilen sich in 5 Untergruppen. Die wichtigsten:

  1. Ahimsa: Gewaltlosigkeit, der wohlüberlegte Umgang mit allen Lebewesen
    1. Satya: Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit gegenüber anderen und sich selbst
  2. Niyamas –der Umgang mit sich selbst:
    1. Saucha (Reinheit)
    1.  Santosha (Bescheidenheit),
    1. Tapas (Disziplin),
    1. Svadhaya (Selbsterforschung)
    1. Ishvara Pranidhana (Hingabe gegenüber Gott oder dem Universum)
  1. Asanas – der Umgang mit dem Körper
  2. Pranayama – der Umgang mit dem Atem
  3. Pratyahara – der Umgang mit den Sinnen
  4. – 8. Samyama – der Umgang mit dem Geist
    6. Dharana – Konzentration
    7. Dhyana – Meditation
    8. Samadhi – das Höchste: die innere Freiheit

Wir sollten versuchen jeden Tag ein bisschen besser zu werden und unseren Körper, unsere Mitmenschen und die Umwelt mehr wertzuschätzen.

Erziehung, Pubertät und das innere Kind

Meist beginnt es ja schon im Kindesalter. Welche Verhaltensweisen bekommen wir von unseren Eltern gezeigt und was wird als richtig oder falsch in der Familie angesehen. Welchen Fokus hat die Erziehung? Ist sie eher sehr diszipliniert, oder wird einem viel Freiraum gelassen, oder ist es ein guter Mittelweg aus beidem:  Regeln lernen und parallel Raum zur Selbstverwirklichung lassen, um sein ICH zu finden. Wie viel wird von außen beeinflusst durch Freunde bzw. dem direkten Umfeld? Wir sind nur so gut, wie die fünf engsten Menschen die uns umgeben. Wenn wir darüber nachdenken, ist da schon einiges dran.

Mit der Pubertät bekommt das Leben dann noch einmal eine ganz andere Wendung. Der Körper wird von Hormonen überschwemmt und startet in einen neuen Lebensabschnitt. Wir mögen uns selbst nicht mehr. Alles scheint schwierig und kompliziert und niemand scheint einen richtig zu verstehen. Alle wollen immer nur unser Schlechtes. In dieser Zeit sind wir noch anfälliger für Einflüsse die aus der Öffentlichkeit kommen. Wir fühlen uns missverstanden und ungerecht behandelt. Dann ist da dieses tolle Mädchen auf Facebook, die so perfekt zu sein scheint und die unsere Probleme versteht. Doch hinter den Kulissen sieht es meist ganz anders aus. Das Leben der Stars ist oft anders als es in der Öffentlichkeit den Anschein hat. Viele Bilder sind bearbeitet, Sachverhalte werden gezielt veröffentlicht um Klicks zu bekommen. Dahinter steht eine Maschinerie um Geld zu verdienen. Aber hinter dem Vorhang ist es auch nur ein ganz normales Mädchen mitten in der Pubertät und genauso einsam wie all diejenigen, die ihr auf sozialen Medien folgen.

In regelmäßigen Abständen und nicht nur in der Pubertät sollten wir einen Blick auf unser eigenes Leben werfen und sehen wie viel Gutes und Schönes darin liegt.

Glaubenssätze

Glaubensätze sind meist in der Vergangenheit gefestigte Vorannahmen in Bezug auf sich selbst, andere Personen oder auch Situationen. Sie nehmen Einfluss auf unser Denken, Handeln und die Kommunikation mit anderen Menschen. Die meisten Annahmen bekommen wir in unserer Kindheit von den Bezugspersonen mit, wie zum Beispiel unseren Eltern. Das können positive aber auch negative Aspekte sein. Das soll im Umkehrschluss nicht heißen, dass wir Schlechtes von unserer Familie mitbekommen – jeder handelt in einer Situation aus seiner besten Option heraus. Manchmal sind es Erlebnisse, die im ersten Moment nicht relevant erscheinen, sich jedoch im Gedächtnis manifestieren und erst im Erwachsenenalter wieder zum Vorschein kommen können.

Positive Glaubenssätze können uns sehr bestärken und motivieren. Sie helfen uns zielorientierter zu handeln und zuversichtlich in neue Situationen zu gehen.

Negative Glaubenssätze sind eine vielschichtige Barriere die uns in unserer Selbstfindung und Selbstliebe auch einschränken können. Meist wissen wir gar nicht, dass sie existieren und dass sie sich in unserem Bewusstsein manifestiert haben.  Das können Kleinigkeiten sein, es können aber auch schwerwiegende Erinnerungen aus der Kindheit sein, die einen in Selbstzweifel fallen lassen, im schlimmsten Fall in eine depressive Episode.

Um negative Glaubenssätze aufzulösen, sollten wir uns neue positive Annahmen schaffen. Ob wir das schriftlich machen oder mit Affirmationen arbeiten, ist jedem selbst überlassen. Es lohnt sich auf jeden Fall negative Glaubenssätze in positive zu verwandeln um für sich mehr Leichtigkeit und Freude ins Leben zu bringen.

Methoden

Doch wie kommen wir nun aus dem Karussell der virtuellen Welt wieder heraus? Wie schaffen wir es Gedankenstrudel im Kopf zu stoppen und wieder mehr Fokus für uns selbst zu finden?

Das Wichtigste ist, dass wir uns dessen bewusstwerden und erkennen, dass wir in einem Strudel stecken, in dem wir uns mehr Aufmerksamkeit schenken. Wir müssen merken, dass wir uns zu wenig Zeit für uns gönnen und lernen uns wieder Raum zu schaffen. Es ist wichtig auf den Körper zu hören und zu fragen was er gerade braucht, was ihm gerade fehlt, was zu viel ist oder was zu wenig ist – das sind mehrmals am Tag nur wenige Sekunden, die dich wieder mehr ins Spüren bringen können. Wenn du am Schreibtisch sitzt oder in der U- Bahn, schließe für einen Moment deine Augen und warte auf die Antwort aus deinem Inneren, sie wird kommen.

Yoga ist eine Selbsterkenntnis bringende Praxis um auch mal unsere Komfortzone zu verlassen und mit neuer Konzentration, Energie und Balance in eine neue Ebene einzutauchen. Es wird seit Ewigkeiten praktiziert und bekommt gerade jetzt wieder einen absoluten Flow.

Eine weitere sehr effektive Methode ist das Atembewusstsein. Viele Gedanken kreisen den ganzen Tag in unserem Kopf herum, wir müssen das noch tun, wir müssen jenes noch erledigen. Wenn es einmal einfach wieder zu viel wird, schließen wir die Augen und lenken unsere Aufmerksamkeit auf den Atem, spüren einfach wie er einströmt, kurz bleibt und wieder ausströmt. Dies ganz in unserem eigenen Tempo ohne zu urteilen und ohne zu manipulieren. Bleiben wir einfach einige Minuten ganz bei uns und wenn Gedanken aufkommen, lassen wir sie einfach weiterziehen und lenken die Aufmerksamkeit wieder ganz sanft auf den Atem. Diese Miniauszeit können wir auch in Bus oder Bahn aber auch an der Supermarktkasse gut einbauen und mehrmals am Tag wiederholen.

Wir schaffen uns Routinen. Fangen wir erst einmal mit einer Kleinigkeit an, vielleicht direkt zum Tagesstart. Ein Morgenritual statt Handy. Rollen wir die Matte nach dem Aufstehen aus und nehmen uns über 20 Tage lang vor täglich zu praktizieren. Je häufiger wir etwas machen umso schneller wird es zur Gewohnheit und umgekehrt auch, wir gewöhnen uns daran das Handy nicht ständig in die Hand zu nehmen. Ob wir morgens Yoga machen, eine Meditation oder wir uns erst einmal auf den Atem konzentrieren, ist völlig egal. Hauptsache wir kommen ins Tun.

Ein schönes tägliches Ritual was Dankbarkeit schult und sie auch bewusster wahrnehmen lässt, ist ein Dankbarkeitstagebuch. Das heißt nicht, dass wir jetzt jeden Tag seitenweise Eintragungen machen müssen. Nehmen wir uns abends ein wenig Zeit und schreiben drei bis fünf Dinge auf für die wir am Tag dankbar waren. Mit der Zeit werden wir achtsamer und aufmerksamer durch den Tag gehen und kleine Momente intensiver wahrnehmen und bereits während wir etwas entdecken schon denken: Das schreibe ich heute in mein Tagebuch.

Was wir ohne Probleme mehrmals in der Stunde oder sogar mehrmals in der Minute machen können, ist einfach einmal zu lächeln. Auch wenn uns nicht danach ist, schüttet das Gehirn bereits nach wenigen Sekunden Glückshormone aus. Zum Beispiel das Dopamin, welches uns mehr Antrieb und Motivation verleiht und das Serotoninhormon bringt unsere Stimmung nach oben und verringert unsere Ängste. Das ist doch ein toller Gedanke und komm der bringt bestimmt jetzt auch deine Mundwinkel nach oben. Starten wir doch gleich jetzt: LÄCHEL.

Sich selbst weiterzuentwickeln und weiterzubilden ist auch ein sehr großer Faktor. Es ist wichtig nicht immer an einer Stelle stehen zu bleiben, sondern stets nach mehr zu streben und das Leben zu genießen. Ein Buch zu lesen und sich dadurch weiterzubilden oder in eine andere Welt zu tauchen, kann auch entspannen und hält uns erneut davon wieder ab zum Handy zu greifen.

Einfach mal Tanzen und sich frei nach Lust und Laune bewegen. Laut den Lieblingssong anmachen und abdancen. Das baut Stress ab und setzt auch wieder verschiedenste Hormone im Körper frei, die glücklich machen.

Es ist nicht wichtig welche dieser Techniken wir praktizieren oder ob es ein ganz anderes Ritual ist, dass uns entspannen lässt. Wichtig ist nur wirklich, ins Handeln zu kommen und nicht zuzulassen, dass unser Leben komplett nur noch aus Handy und Fernsehen besteht. Das wir nicht das Gefühl haben, wenn man weder das eine noch das andere hat, nicht entspannen zu können. Wir brauchen nichts davon um zu relaxen. Lass uns den Weg aus dem Cyber- Leben ins wahre fühlende Leben wiederfinden und wir werden zufriedener leben.

Selbstliebe Meditation

  1. Komme in einen aufrechten bequemen Sitz, gern leicht erhöht.
  2. Richte deine Wirbelsäule auf, schiebe dein Kinn leicht zum Brustbein und finde so noch mehr Länge im Rücken.
  3. Lege deine Hände entspannt auf deinen Knien ab und schließe deine Augen.
  4.  Spüre deine Auflagepunkte: deine Knie, deine Füße, deinen Po und verwurzele dich tief in den Boden. Finde hier Kraft und Stärke und komm erst mal hier bei dir an.
  5. Lass aufkommende Gedanken weiterziehen wie Wolken und konzentriere dich auf deine Atmung. Atme tief durch die Nase ein und durch den leicht geöffneten Mund aus. Mache noch zwei Wiederholungen, tief ein und durch den Mund aus. Ein letztes Mal durch die Nase ein und aus, entspanne.
  6. Dann finde in deine natürliche Atmung zurück, ganz in deinem Rhythmus. Zentriere dich, checke bei dir ein, schenke dir einen Moment in Stille. (Bleibe hier für 10 Atemzüge)
  7. Dann leg deine Hände auf deinen Bauch und lenk deine Aufmerksamkeit ganz in diesen Bereich: spür rein – wie fühlt sich dein Bauch heute an? Ist er weich oder fühlt er sich fest an? Beobachte ohne zu bewerten. Dann lächele und schick dieses Lächeln in deinen Bauch. Vielleicht fühlst du jetzt ein Kribbeln wie durch Schmetterlinge- Selbstliebe Schmetterlinge. „Ich bin genug“-   wiederhole diese Affirmation drei Mal in Gedanken.
  8. Wandere mit deinen Händen zu deinem Herzen, leg deine Hände übereinander auf deine Brust. Was sagt dir dein Herz in diesem Moment? Klopft es schnell oder etwas ruhiger? Spüre tief hinein. Schick nun ein Lächeln in dein Herz. Vielleicht gibt es jetzt einen kleinen Hüpfer? “Ich bin einzigartig“. Sag dir diesen Satz noch drei Mal in deinen Herzraum.
  9. Bringe deine Aufmerksamkeit jetzt zu deinem Punkt zwischen den Augenbraun. Leg deine Handflächen aneinander und setz deine Daumen an die Stirn zwischen deine Augenbrauen. Spüre was du hier fühlst. Vielleicht ein Leuchten oder vielleicht siehst du auch eine Farbe? Nimm wahr. Schick ein Lächeln in den Stirnraum und lass das Leuchten größer werden.  „Ich schaffe alles was ich will“ Wiederhole das Mantra für dich drei Mal.
  10. Leg dein Handrücken auf deine Knie, die Handflächen zeigen nach oben. Spüre noch mal in alle drei Bereiche: Ich bin genug- Ich bin einzigartig- Ich kann alles schaffen was ich will. Verweile hier für einige Minuten in Stille.

Schlusswort

Die Digitalisierung ist ein unbeschreiblicher Fortschritt in unserem Leben und es wird immer mehr Spielereien geben, die unser Leben vereinfachen und uns vom Alltag ablenken sollen. Doch es wird uns auch immer mehr von uns Selbst ablenken und das müssen wir ganz dringend verhindern.

Jeder nimmt die technischen Mittel unterschiedlich gut an. Viele versetzt es fast in einen Rausch. Überspitzt gesagt – in eine Sucht immer mehr und immer neuere Handys oder Technik zu besitzen. Aber der Preis, uns Selbst dafür zu verlieren, ist hoch. Zu hoch!

Wir müssen verstehen, dass es zwar hilfreich ist technische Dinge im Leben zu haben, doch uns gleichzeitig auch wieder davon distanzieren zu können. Die Kunst, eine Balance zu schaffen, ist der Schlüssel. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, auch ohne Fernseher. Einfach mal wieder zusammen essen, ohne dass die Flimmerkiste läuft.  Das ist ME – Time. Das ist die Qualität, die wir wieder erreichen müssen und kein bisschen weniger.

Unser Körper ist das Wertvollste, was wir in dieser Welt haben und umso mehr müssen wir darauf aufpassen und ihn schützen.

Schalten wir das Handy ab und kommen ganz bei uns an. *OM*

Quellenverzeichnis

https://www.familie.de/artikel/tief-luft-holen-wie-oft-atmet-ein-mensch-am-tag–frm3hpr54p (zuletzt aufgerufen am 09.08.21. 15.00Uhr)

https://www.sanitas.com/de/magazin/aktiv-sein/unser-koerper-der-regenerierungskuenstler.html (zuletzt aufgerufen am 09.08.21 15.08Uhr)

https://www.yogaeasy.de/artikel/der-achtgliedrige-pfad-des-yoga–2 (zuletzt aufgerufen am 09.08.21 15.32Uhr)

https://www.foodspring.at/magazine/die-6-wichtigsten-glueckshormone (zuletzt aufgerufen am 10.08.21 18.11Uhr)

Frau Herz : „Von der Magie deine eigene Heldin zu sein“

Mareike Awe „Wohlfühlgewicht“

https://hellobetter.de/blog/glaubenssaetze/  (zuletzt aufgerufen am 18.08.21 13.00Uhr)

Photo by Andre Hunter on Unsplash

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