– Das Rad – Wheel Pose – ऊर्ध्वधनुरासन शीर्ावसन
Chakrasna – Urdvha Dhanurasana – Das Rad: Zeig dich, wie du bist!
Diese Asana ist zugleich Rückbeuge als auch Umkehrhaltung und soll alle sieben Chakren öffnen. „Chakra“ bedeutet „Rad“. Urdhva bedeutet „aufwärts“ und Dhanur „Bogen“: Urdhva Dhanurasana bedeutet also “aufwärts gerichteter Bogen” und Chakrasana bedeutet so viel wie “Rad-Haltung”.
„Bei regelmäßigem Üben bleibt der Körper geschmeidig und der Praktizierende erfährt ein Gefühl der Vitalität und Leichtigkeit. Das Asana regt die Nebennieren an, stärkt die Willenskraft und verbessert die Fähigkeit, mit Stress umzugehen“ (B.K.S. Iyengar Yoga – Der Weg zu Gesundheit und Harmonie, S.160)
„Wer diese Asana übt, erhält absolute Kontrolle über seinen Körper. Er wird beweglich und geschickt bleiben. Er wird mehr Arbeit in kürzerer Zeit ausüben können. Alle Teile des Körpers profitieren von dieser Asana.“ (Swami Sivananda; Internetquelle: https://wiki.yoga-vidya.de/Chakrasana)
Ganz besonders angesprochen werden beim Rad das Vishuddha Chakra (Kehlchakra) und das Anahata Chakra (Herzchakra)
Beschreibung
Das Rad (Charasana/Urdhva Dhanurasana) zählt zu den 84 Hauptasanas und wird zu den Rückbeugen gezählt. Gleichzeitig handelt es sich auch um eine Umkehrhaltung, da der Bauch höher als das Herz ist. Für Chakrasana gibt es sowohl leichtere als auch sehr fortgeschrittene Übungsvarianten, grundsätzlich handelt es sich aber um eine fortgeschrittene Asana. Als Variante für Anfänger sollte Setu Bandhasana (Schulterbrücke) praktiziert werden. Diese Asana dient auch als vorbereitende Stellung für Chakrasna.
Zunächst scheint es für Anfänger- von außen betrachtet – ein Ding der Unmöglichkeit, sich vorzustellen, diese Position jemals ausführen zu können. Doch Chakrasana zeigt, dass durch sanfte Hinführung, vorbereitende Übungen, Mut und Zielstrebigkeit mehr möglich ist als zunächst vorstellbar. Denn einmal gemeistert, bemerken wir, dass es gar nicht so unmöglich ist, ins Rad zu gelangen. Willenskraft und Durchsetzungsvermögen werden geschult und geben uns die Möglichkeit, über uns hinauszuwachsen. Wir bekommen ein Gefühl der Herzöffnung und Freiheit. Es heißt, wir zeigen uns dann so, wie wir im wahren Kern sind: ganz authentisch.
Ausrichtung und wie du in die Position kommst
- Starte in Rückenlage und stelle die Füße auf, deine Hände sind zunächst unter oder neben deinem Oberkörper ausgerichtet mit den Handflächen nach oben zeigend. Versuche, deine Füße so dicht wie möglich an deinem Gesäß zu platzieren. Hebe nun zuerst nur dein Gesäß an (mit der Ausatmung) und komm als Vorbereitung für das Rad in die Schulterbrücke. Dies kannst du dynamisch 2-3 Mal wiederholen.
- Nachdem du deinen Oberkörper wieder abgelegt hast, setzt du die Hände dicht neben deinen Ohren ab, die Finger zeigen zu deinen Füßen.
- Hebe nun Hüfte und Oberkörper vom Boden ab und verlagere das Gewicht immer weiter auf deine Hände, die Ellenbogen bleiben dabei eng. Zunächst wirst du deinen Kopf am Boden ablegen können, dein Kopf soll allerdings kein Gewicht tragen, sondern nur deine Hände.
- Wenn du Arme und Beine weiter streckst, wird sich dein Kopf vom Boden abheben und du bist im Rad angekommen.
- Atme tief und entspannt ein und aus und bleibe nur so lange in der Haltung, dass du auch noch genug Kraft hast, auf sanftem Weg wieder aus ihr herauszukommen.
- Dafür setzt du erst wieder kontrolliert den Kopf am Boden ab und senkst dann den Rücken Wirbel für Wirbel wieder zum Boden
Du kannst während der gesamten Übung Mula Bandha setzen und in Ujjayi atmen. Dadurch verstärkst du die Wirkung der Übung. Mula Bandha schafft zusätzlich Spannung und Stabilität und die Übung ist leichter zu halten.
Vorbereitende Asanas:
• Halasana – der Pflug
• Setu Bandha Sarvangasana – Schulterbrücke
• Bhujangasana – die Kobra
• Urdhva Mukha Svanasan – heraufschauender Hund
• Virasana – Helden-Stellung
Anschließende Asanas:
• Halasana – der Pflug
• Sarvangasana – Schulterstand
• Ardha Matsyendrasana – halber Drehsitz
• Matsyasana- der Fisch
Wirkung
Körperliche Wirkung:
- Stärkend für Beinmuskulatur, Schultern und Nacken, Arme, Gesäß und Trizeps
- Dehnt den gesamten Körper, vor allem Wirbelsäule, Arme und Beine
- Flexibilität der Wirbelsäule wird in hohem Maße gefördert
- Verdauungsorgane werden massiert und die Funktionen angeregt
- Trainiert Koordination und Gleichgewichtssinn
Energetische Wirkung:
Chakrasana wirkt sehr aktivierend. Die Asana sorgt für eine gewisse Erdung (Hände und Füße am Boden) bei gleichzeitiger Öffnung zum Himmel. Das Herzchakra (Anahata Chakra) wird weit, aber auch das Bauchchakra (Manipura Chakra) und das Kehlchakra (Vishuddha Chakra). Chakrasana öffnet die Sushumna und ist gut für den Energiefluss durch alle 7 Chakras. Ein Gefühl von Freude, Liebe und Weite kann sich einstellen und die Energie hilft dir, dich anderen gegenüber so zu zeigen, wie du bist.
Geistige Wirkung:
• Einheitsgefühl (Kreis, der in alle Richtungen ausstrahlt)
• Freude, Weite, Verbundenheit, Authentizität, verbunden mit dem Himmlischen
• Dynamik und Bewegung (Rad)
Variationen
a) mit Gurt um die Oberschenkel und Oberarme:
Da wir dazu neigen, dass Knie und Oberschenkel sowie die Arme auseinanderzudriften, kann man die korrekte Ausführung unterstützen, indem man einen Gurt oberhalb der Oberschenkel und oberhalb der Ellenbogen anbringt, bevor man den Körper nach oben schiebt.
b) mit Block zwischen den Füßen: Die Füße sollten parallel bleiben, daher kannst du zur Hilfe einen Block zwischen den Füßen platzieren.
c) Fortgeschritten I – ein Bein anheben Diese Variation wird als „Eka Pada Urdhva Dhanurasana“ bezeichnet. Verlagere dabei dein Gewicht auf ein Bein und strecke das andere etwa im 45-Grad-Winkel nach oben aus. Halte die Position für ein paar Atemzüge und wiederhole das Ganze dann auf der anderen Seite.
d) Fortgeschritten II – Fersen anheben und Füße näher zu den Händen bringen: Um die Asana zu intensivieren, hebe beide Fersen vom Boden ab und schiebe das Steißbein in Richtung Decke. Im nächsten Schritt bringe die Füße näher zu den Händen, so dass du immer mehr zu einem Rad wirst. So intensivierst du die Rückbeuge.
e) Rad mit gestreckten Beinen auf den Unterarmen Durch diese Variante dehnst du den oberen Rücken stärker und entlastest den unteren Rücken. Strecke dabei im Rad erst die Beine und komm danach auf deine Unterarme. Diese Übung ist nur bei sehr fortgeschrittenem Übungsstand zu empfehlen.
Kontraindikation
• Nicht Bei zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck
• Nicht während eines Migräne-Anfalls oder bei Kopfschmerzen
• Bei Beschwerden im unteren Rücken nur unter Aufsicht
• Vorsicht bei Verletzungen in Handgelenken, Knie oder im Nacken
• Nicht bei Herzerkrankungen oder Augenkrankheiten
Mein Bezug
Die vielfältige energetische und geistige Wirkung von Chakrasana ist absolut faszinierend. Für mich ist diese sehr stark mit der körperlichen Herausforderung verknüpft, der wir uns hier stellen können. Zielstrebigkeit und Mut werden mit einer spürbaren Leichtigkeit belohnt, die wir durch das Überwinden unserer geistigen Grenzen erlangen. Dadurch wird es uns möglich, unseren wahren Kern unverfälscht und voller Freude zu zeigen. Dies können wir meiner Meinung nach in dieser Asana ganz besonders erfahren.
Quellen:
https://wiki.yoga-vidya.de/ https://www.yoga-vidya.de/
https://www.yogaeasy.de/
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Mehr InformationenB.K.S. Iyengar Yoga – Der Weg zu Gesundheit und Harmonie, Dorling Kindersley Verlag
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